Radikale Akzeptanz

Akzeptanz

Radikale Akzeptanz ist das Gegenteil von Wollen.

Es ist die Bereitschaft, darauf zu verzichten, sich gegen Schmerz und ungewollte Ereignisse real oder auch gedanklich aufzulehnen, sie zu bekämpfen oder auch nur irgendwie verändern zu wollen. Das hier dargestellte Verständnis radikaler Akzeptanz basiert auf einem spirituell aus dem Zen-Buddhismus inspirierten therapeutischen Ansatz, der dialektisch-behavioralen Therapie nach Marsha Linehan. Ungeachetet der Entwicklung dieser Therapie für Menschen mit speziellen psychischen Problemen, kann das Konzept auch zur Reflexion der eigenen Umgangsweise mit Stress und Belastung anregen.

Wenn mir die Bahn vor der Nase wegfährt, wird es dann wirklich besser, wenn ich mich in den zehn Minuten bis die nächste Bahn kommt über die verpasste aufrege? Was bringt der Ärger über die verschüttete Milch? Das Annehmen dessen, was ich nicht ändern kann, kann uns im Großen wie im Kleinen das größte Leid ersparen. 

 

Radikale Akzeptanz ermöglicht das Erfahren und Erleben dessen was gerade ist, so wie es eben ist, inklusive der eigenen Reaktion darauf. Eine solche Haltung ist notwendig, wenn wir vor einem Problem stehen, das eben nicht gelöst werden kann, eine Situation eben nicht veränderbar ist. Weil ein Ereignis zum Beispiel bereits stattgefunden hat oder unabänderliche Konsequenzen zur Folge hatte. 


Eine eigene chronische Erkrankung oder die chronische Erkrankung eines nahestehenden Menschen ist ein sehr belastendes Ereignis. Es führt zu Schmerz und Angst. Die Erkrankung liegt vor, man muss langfristig behandelt werden. Das ist erstmal nicht veränderlich. Das ist so. Und sie führt zu emotionalem Schmerz. Das ist so. 

 

Die Erfahrung von Gewalt oder Vernachlässigung in der Kindheit oder zu einem späteren Zeitpunkt ist eine große Belastung, die emotionale Spuren hinterlässt und das spätere Leben beeinträchtigen kann, zum Beispiel durch belastende Erinnerungen an das Ereignis oder Schwierigkeiten damit, Vertrauen zu anderen Menschen zu entwickeln. Die Erfahrung hat stattgefunden, sie ist nicht mehr veränderlich. Das ist so. Und sie führt zu emotionalem Schmerz. Das ist so. 

 

Man trifft immer wieder auf Menschen, die in ihrem Leben etwas erreicht haben, was man selbst gern erreicht hätte, aus bestimmten Gründen aber nicht erreicht hat. Manche Menschen sind attraktiver, klüger, unterhaltsamer oder gelassener als man selbst. Das ist so. Die Wahrnehmung all dessen führt manchmal zu einem Gefühl von Enttäuschung oder Traurigkeit. Das ist so. 

 

Die Akzeptanz dieser Umstände und Zustände ist eine Voraussetzung dafür, den damit verbundenen Schmerz zu überwinden - insbesondere dann, wenn man zu besonders impulsiven und intensiven gedanklichen, emotionalen und realen Reaktionen neigt. 

 

Was ist der Unterschied zwischen Schmerz und Leid? 

Schmerz gehört zum Leben wie Freude, Angst, Essen, Trinken, Atmen und Schlafen und kann nicht immer vermieden werden. Im Gegenteil, manchmal müssen unangenehme Gefühle durchlebt werden, da manche Situationen sich eben nicht verändern lassen (weil die Ereignisse, die zu der Situation führten z.B. in der Vergangenheit liegen). Versuchen wir Schmerzen zu vermeiden und zu verdrängen, leiden wir oft noch mehr und noch länger darunter. Schmerz ist in vielen Situationen eine normale und gesunde Reaktion und muss gelebt werden. 

Leid hingegen resultiert aus dem Vermeiden und nicht-akzeptieren von Schmerz. Es entsteht, wenn ich mich an das klammere, was ich will und mich weigere  anzunehmen, was ich habe. Leid ist leidvoller als Schmerz, es hemmt und beeinträchtigt alles Tun - und es scheint endlos. 

 

Zu lernen, unangenehme Ereignisse und Gefühle zu ertragen, solange sich die Umstände nicht verändern lassen, versetzt uns in die Lage, Schmerz zu überwinden. 

All das bezieht sich nur auf schmerzhafte Situationen, die im Augenblick (oder dauerhaft) unveränderbar sind. Und bedeutet nicht, sich passiv zu ergeben und duldsam abzuwarten. Es geht vielmehr darum, durch das Aufgeben von Kampf und Weigerung Energie zu sparen, die später zur Problembewältigung notwendig ist - wobei Problembewältigung manchmal nur ein Umgang mit einer Situation sein kann, die wir uns anders gewünscht hätten, nicht das Verändern der Situation selbst. Manchmal ist das Annehmen auch bereits Bewältigung - dies verdeutlicht das Bild von einem Menschen, der in Treibsand geraten ist. Solange er rudert und paddelt und kämpft, wird es ihn tiefer in den Treibsand ziehen. Bewahrt er Ruhe und streckt sich auf der Oberfläche des Treibsands breit aus, wird er nicht versinken. 

 

 

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Kommentare: 30
  • #1

    rocco (Samstag, 16 März 2013 00:23)

    Danke. Das erklärt mir alles.

  • #2

    silja (Montag, 15 April 2013 13:19)

    Danke für die Abgrenzung zwischen Schmerz und Leid. Mein Horizont hat sich erweitert.

  • #3

    eddi (Mittwoch, 03 Juli 2013 16:31)

    hatten wir heute in Dresden in der Skillsgruppe. Hier ist es aber wesentlich verständlicher - für mich jedenfalls - erklärt. Danke dafür

  • #4

    psyberlin (Donnerstag, 04 Juli 2013 10:27)

    Herzlichen Dank für die Rückmeldungen, das freut mich sehr!

  • #5

    sonni (Freitag, 09 August 2013 21:29)

    tolle Seite, ich werde immer mal wieder vorbeischaun zwecks eigener psychoedukation :)
    und danke für diesen tollen beitrag, der mich auf Ihre hp gelenkt hat.
    sie sind fertige psychologin. und jünger als ich. das kann ich nie mehr einholen. das ist so. schade. aber ich kann es akzeptieren lernen mit radialer akzeptanz :)))

  • #6

    psyberlin (Montag, 12 August 2013 10:11)

    Besten Dank!

  • #7

    Waren-Moni (Freitag, 25 Oktober 2013 09:46)

    Der Beitrag ist super. Er hilft deutlich zum Verständnis in Stress und Erschöpfungssituationen...

  • #8

    lorchen4 (Montag, 13 Januar 2014 18:23)

    Mich hat die Aussage verwirrt, ich würde radikale Akzeptanz ausüben.
    nun suche ich die Bedeutung dafür-woher es kommt weis ich ja
    was es bedeutet leuchtet noch nicht ganz ein
    besser man wüsste.. wie man da raus kommt

  • #9

    psyberlin (Mittwoch, 15 Januar 2014 12:32)

    Sehr geehrte lorchen4, vielen Dank für Ihr Kommentar! Da Sie eine inhaltliche Frage vor dem Hintergrund einer persönlichen Geschichte stellen, versuche ich gerne außerhalb der öffentlichen Homepage näher darauf einzugehen, wenn Sie mir an kontakt@psyberlin Ihre E-Mail-Adresse zukommen lassen. Beste Grüße, Julia Paruch

  • #10

    Bryan (Dienstag, 21 Januar 2014 13:01)

    Vielen Dank! Habe heute diesen Begriff zum ersten mal gehört, von einem "depressionskollegen". Ich fragte mich schon seit einiger Zeit, wie ich die "hätte, wäre, wenn" meines Lebens bewältige, die mir stets ein Begleiter waren. Wieder ein kleiner Schritt vorwärts, Danke nochmals.

  • #11

    psyberlin (Donnerstag, 23 Januar 2014 10:41)

    Lieber Bryan, schön dass Sie etwas vom Artikel hatten!

  • #12

    Klaus S. (Montag, 05 Mai 2014 06:37)

    Hallo und Guten Tag,
    Bitte um Löschung der Beiträge #17,16,und 12.
    Danke, und alles gute all denen die schon mal ein DBT hinter sich haben, ich durchlief es aus liebe zu einem Menschen um zu begreifen, wie wundervoll das Leben sein kann. Wie wundervoll ihr seit, und wie lieb ihr sein könnt.

  • #13

    psyberlin (Montag, 05 Mai 2014 06:55)

    Sehr geehrter Herr S., herzlichen Dank für Ihre einfühlsamen Kommentare. Diejenigen, die Sie nicht veröffentlichen wollten, habe ich wunschgemäß gelöscht.
    Die Zitate des "Märchens von der Traurigkeit" habe ich ebenfalls gelöscht und möchte den Text stattdessen in Ihrem Namen über die Webseite der Autorin Inge Wuthe verlinken, um Referenz und Copyright zu würdigen:
    http://www.inge-wuthe.de/traurigetraurigkeit.htm

    Ich hoffe auf Ihr Verständnis und wünsche Ihnen alles Gute!

  • #14

    C (Montag, 07 Juli 2014 15:11)

    Einige Passagen sind mittlerweile zu meinem Nachtgebet geworden. Ihre Worte helfen mir sehr, mit meiner schwierigen Situation klarzukommen - vielen Dank dafür.

  • #15

    psyberlin (Dienstag, 08 Juli 2014 11:58)

    Liebe(r) C, das freut mich sehr. Ich wünsche Ihnen weiterhin alles erdenklich Gute!

  • #16

    matze (Donnerstag, 14 August 2014 00:20)

    http://www.psychotipps.com/im-hier-und-jetzt-leben.html

  • #17

    Tina (Samstag, 15 November 2014 20:37)

    Radikale Akzeptanz heißt also; den Schmerz aus der Vergangenheit annehmen und Trauer zulassen?
    Also ist der Schmerz eigentlich Leid, weil man nicht zulässt traurig zu sein?
    Aber wie kommt man dahin, das leid zu akzeptieren? Mit es ist so, geht's nicht
    Gruß Tina

  • #18

    psyberlin (Montag, 17 November 2014 13:18)

    Liebe Tina, herzlichen Dank für Ihr Kommentar. Ganz richtig bedeutet Radikale Akzeptanz annehmen und zulassen auch unangenehmer und schmerzhafter Gefühle und Gedanken.
    Es ist eine innere Haltung den Ereignissen des Alltags und des Lebens zu begegnen. Wie jede Veränderung kommt auch die Änderung der inneren Haltung nicht von heute auf morgen, sondern benötigt sozusagen tägliches Üben oder Einschleifen neuer Denkmuster.
    Ein guter Ansatz ist die Formulierung innerer Sätze. Beobachten Sie, wie Sie Dinge innerlich wahrnehmen und bewerten. Und versuchen Sie an den Bewertungen anzusetzen, sie möglichst wegzulassen.

    Im Kleinen könnte das bedeuten am nächsten grauen Novembertag beim Blick aus dem Fenster zu denken "Es ist wolkenverhangen und dunkel draußen" (statt "Es ist wolkenverhangen und dunkel, das ist so schlimm, der ganze Tag ist im Eimer"). Im ganz Großen kann das bedeuten angesichts schwerer Krankheit zum Beispiel zu denken „Ich habe Diabetes, ich werde mein Leben lang abhängig sein von Insulin, ich habe Angst vor den späteren Folgen wie Herzinfarkt und Erblindung, so ist das" (Beispiel aus aus: Bohus & Wolf, 2010, Interaktives Skills Training für Borderline-Patienten).

    Viele Menschen finden es auf dem Weg zu einer akzeptierenden Grundhaltung auch hilfreich einen Achtsamkeitskurs zu besuchen, z.B. einen sogenannten MBSR-Kurs (Mindfulness Based Stress Reduction). Diese Kurse werden zu einem Großteil von den gesetzlichen Krankenkassen mitfinanziert, auch an vielen Volkshochschulen gibt es kostengünstige Angebote. Individuellere und weiterreichende Unterstützung kann in manchen Fällen auch eine psychologische Beratung oder Therapie bieten. Über diese Möglichkeiten berät sie unabhängig und kostenfrei zum Beispiel der Psychotherapieinformationsdienst der Deutschen Psychologen Akademie (http://www.psychotherapiesuche.de).

    Ich wünsche Ihnen alles Gute, beste Grüße, Julia Arnhold

  • #19

    KaRi (Samstag, 10 Januar 2015 13:28)

    Ich finde das alles nicht gut.

  • #20

    psyberlin (Montag, 12 Januar 2015 09:06)

    Liebe oder lieber KaRi,

    vielen Dank für Ihren Eintrag und Ihre Rückmeldung.
    Wenn Sie sich konstruktiv über die Inhalte des Artikels austauschen möchten oder Fragen haben, wenden Sie sich gerne per E-Mail unter kontakt@psyberlin.com an mich.

    In jedem Falle wünsche ich Ihnen alles Gute!

    Mit besten Grüßen, Julia Arnhold

  • #21

    Beate (Dienstag, 05 Mai 2015 10:39)

    Vielen Dank für diesen sehr Guten Beitrag!!
    Ich bin eine Traumapatientin und kann nur bestätigen, das mit dieser inneren Einstellung vieles leichter wird.
    Begebenheiten sind nicht zu ändern, man kann aber lernen es für sich leichter zu machen indem man seine inner Einstellung ändert und akzeptiert. Nicht werten, sich innerlich nicht wehren oder/und bzw. ablehnen. Es ist einfach so wie es ist.
    Meine Erfahrung:
    Nimmt man z.B. Angstzustände und Panikattacken, ausgelöst durch Trigger, als Istzustand an ohne zu werten und sieht man sie als das was sie sind, (nämlich körperliche Reaktionen, hervorgerufen durch eine Erinnerung),kann man diesen Zustand mit innerer Distanz sehen, loslassen, sich "entspannen" (ggf. mit Entspannungsübungen um körperlich loslassen zu können) und man steigert sich nicht rein. Es klingt schneller ab.
    Ergo: Ich merke diesen Zustand, nehme ihn liebevoll an, denn er ist ein Teil von mir und lasse ihn zu. Ich gebe diesem Teil seinem Raum, er hat seine Berechtigung und er geht wieder vorüber.
    Wenn man sich innerlich entspannen kann, bekommt man eine gewisse Gelassenheit. Gelassenheit bringt innere Ruhe und der Körper kann sich wieder entspannen.
    Meine innere Einstellung:
    "Es ist nicht schön, aber es ist wie es ist und es ist okay, es ist ein Teil von mir und hat seine Berechtigung und es geht vorbei. Ich darf loslassen, ich kann loslassen"
    Es ist keine Heilung, aber es macht vieles Leichter.
    Man lehnt nicht ab, man ärgert sich nicht darüber, man spart wertvolle Energie und diese Zustände gehen schneller und weniger häftig vorüber und man kann schneller loslassen.
    Klappt nicht immer, aber immer öfter....!
    LG Beate

  • #22

    psyberlin (Dienstag, 12 Mai 2015 10:39)

    Liebe Beate,

    ganz herzlichen Dank für Ihr Kommentar, Ihr Feedback und das Teilen Ihrer persönlichen Erfahrungen!
    Ich wünsche Ihnen weiterhin alles erdenklich Gute auf Ihrem weisen und konstruktiven Weg der Akzeptanz und Gelassenheit.

    Herzliche Grüße, Julia Arnhold

  • #23

    Heike.B (Dienstag, 19 Mai 2015 08:49)

    Ich bin den Betrag gut. Ich würde radikale Akzeptanz gegenüber meiner Vergangenheit in meiner gewaltsamen Ehe ausüben, wenn ich große Schuld- und Schamgefühle noch heute habe Ich bin auch schon geschieden.
    Ich bin seit 12 Wochen in einer DBT-Skills-Gruppe und das letzte Thema war die Radikale Akzeptanz, mir ist dieses Thema kam ich nicht zu recht.
    Ich habe in meiner Ehe (15 Jahre) viel Gewalt, Demütigungen, Missachtung und noch einiges durchgemacht. Die sich nach der Scheidung in Wut und Ärger durch gescheiterten Gerichtsurteilen in anderen Problemen, wie einen großen Schuldenberg, ausgewirkt haben.
    Ich habe diese Thema radikale Akzeptanz soweit auch verstanden, aber kann damit bei diesem Problem nicht richtig umgehen. Jedesmal wenn ich darüber spreche, dass ich auch viel, kommen in mir Schuld- und Schamgefühle hoch, weil ich nicht rechtzeitiger was getan habe. Ich bekomme große Angstzustände die mehrere Tage andauern. Bin auch in therapeutischen Behandlung. Es fällt mir schwer mich dabei abzulenken und ich kann es auch nicht so richtig mit der radikalen Akzeptanz annehmen. Da der Druck mit dem Schmerz und das Leiden noch immer da ist. Das macht mich auch immer angreifbarer zu anderen Problemen z.B. ich möchte gerne eine neue Beziehung aufbauen und habe davor Angst. Ich habe schon 2 gescheiterten Beziehungen hinter mir. Bei meinen anderen Problemen, mit meinen Eltern und Geschwistern sowie mit meinen ewigen Kontrollen bei meiner Arbeit um Arbeitsbereich geht es schon besser mit der radikalen Akzeptanz. Warum nicht bei dem anderen Problem.
    Liebe Grüße
    Heike.B

  • #24

    psyberlin (Mittwoch, 27 Mai 2015 08:11)

    Liebe Heike B., vielen herzlichen Dank für Ihr persönliches Kommentar.
    Radikale Akzeptanz ist aus meiner Sicht weniger etwas, das wir ein für alle Mal anwenden können, wenn wir einmal davon gehört und es für hilfreich befunden haben. Eher verstehe ich es als eine Idee, an der wir uns wieder und wieder neu orientieren und auf die wir uns immer wieder neu besinnen können. Eine Art Lebenshaltung, die in unser eigenes Leben Einzug halten kann - womöglich mit der Zeit mehr und mehr.
    Zudem müssen viele Probleme, gerade solche wie die, die Sie beschreiben, therapeutisch eingehend bearbeitet werden und sind nicht "einfach so" mit der radikalen Akzeptanz zu bewältigen. Diese ergänzt vielmehr die therapeutische Bearbeitung. Vielleicht besprechen Sie das mit der Gruppen-Therapeitin und können die Gruppe um eine Einzeltherapie ergänzen, falls dies nicht bereits der Fall sein sollte.

    Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute, herzliche Grüße,

    Julia Arnhold

  • #25

    KerstinViplady (Freitag, 29 Mai 2015 09:02)

    Mir wurde in einer Beratungsstunde gesagt, ich würde radikale Akzetptanz leben, andere müssten in einer Therapiegruppe diese erst erlernen um mit ihren Problemen fertig zu werden. Ich habe viel mit gemacht aber diese radikale Akzeptanz hat mir immer geholfen nicht unter zu gehen. Ich lebe immer nach dem Motto: "Ich rege mich nicht über Dinge auf die ich nicht ändern kann, dann habe ich mehr Kraft für die Dinge die sich ändern lassen". Ich hoffe das alle die Hilfe bekommen, die sie nötig haben und auch brauchen. Diese radikale Akzeptanz kann einem wirklich helfen mit vielen Dingen klar zu kommen.

  • #26

    psyberlin (Freitag, 29 Mai 2015 10:02)

    Recht herzlichen Dank für das Teilen Ihrer persönlichen Erfahrung und Ihrer Herangehensweise! Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich diese bewahren und weiterhin viel Kraft werden, Dinge zu ändern, die sich ändern lassen!

    Herzliche Grüße, Julia Arnhold

  • #27

    Moody (Freitag, 28 August 2015 20:57)

    Ich bin mehr oder weniger (d.h. durch Musik und oberflächliche Beschäftigung mit Buddhismus) von selbst auf die Idee gekommen so mit Problemen umzugehen zu wollen. Ich habe schon geahnt das es solche Ansichten im Buddhismus gibt, jedoch keinen direkten Namen für. Momentan beschäftige ich mit Tod und da hilft es auch nur zu akzeptieren. Vielen Dank für den Beitrag!

  • #28

    Oliver (Freitag, 02 Oktober 2015 11:22)

    Oder.. wir verstehen die radikale Akzeptanz als Wesen des Mittelpunktes. Wir sind für unser Dasein zu 100% verantwortlich. Unsere Gefühle machen unsere Welt. Dann gehen wir durch diese und staunen über dass, was wir dort vorfinden. Dabei ist es das, was wir in ihr sehen. Radikale Akzeptanz bedeutet alle Bewertungen neu zu bewerten, als dass was sie sind: Die Sichtweise unserer Haltung zum leben. Wenn wir dies verstehen, sind wir wieder unser Echo in den Bergen, böse Bosse verschwinden und wir sind wir am Ruder unseres Schiffs....auf der suche nach neuen Horizonten...

  • #29

    treibsand (Sonntag, 25 Oktober 2015 18:17)

    Der Artikel und der darin enthaltene Ansatz, mit subjektiv schmerzbehafteten Situationen umzugehen, ist zunächst einmal interessant. Es stellt sich mir die Frage, was diesen Ansatz unterscheidet zB. zu Dissoziation? Wählt die Psyche in belastenden Sit. nicht immer den Weg der Effektivität? Schmerzen kommen und gehen, die Frage nach dem besten Umgang, ob angemessen oder nicht, wird sich früher oder später von selbst beantworten. Wer durch andere massiv verletzt wurde, hat meines Erachtens ein Recht auf die damit einhergehenden subjektiven Gefühle sofern sie nicht erneut einen anderen damit verletzen. Das Problem sehe ich vielmehr in einer mangelnden Kunst der Zuhörenden und ihrer Akzeptanz genau diesen Gefühlen gegenüber, welche lediglich nur einmal artikuliert werden wollten. Gefühle zu formulieren beinhaltet nicht die Bewertung durch andere. Das verstehe ich unter einem sinnvollen Umgang mit Treibsand. Sonnige Grüsse

  • #30

    Gabriella (Donnerstag, 17 Dezember 2015 14:42)

    Ich lebe aus der Haltung heraus "alles, was in mir ist, darf da sein" und habe vieles in ihrem Artikel wiedergefunden. Habe selbst nie versucht, meine Gedanken in Worte zu fassen und stelle beim Lesen des Artikels fest, dass es recht schwierig ist. Jedoch der, der es so lebt, weiß worüber sie schreiben