Arbeit essen Seele auf - nicht immer, aber immer öfter

Macht Arbeit krank?

Die Belastung am Arbeitsplatz nimmt in manchen Branchen rasant zu. Druck und Anforderungen hinsichtlich Tempo, Kreativität und Gewinn steigen, während menschliche Aspekte, Übereinstimmung der Tätigkeit mit persönlichen Werten und Vereinbarkeit der Arbeit mit dem Privatleben zu verblassen scheinen.

 

So schildern viele von stressbedingten psychischen Beschwerden Betroffene ihre Arbeitssituation - geprägt vom Geist der Globalisierung und der Angst vor der Wirtschaftskrise. 

 

Die AOK berichtet zum Beispiel, dass der Anteil der Krankheitstage durch psychische Erkrankungen in den letzten 15 Jahren um 70 - 80 % gestiegen ist. Auch der Anteil an Frühberentungen wegen psychischer Krankheit liegt nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung mit knapp 40% höher denn je - das Eintrittsalter in die Frührente hingegen niedriger denn je.

Diese Erkenntnisse sind begleitet von kontroversen Diskussionen um das im Jahr 2010 zunehmend in die Medien getragene Burnout-Syndrom. So berechtigt die kritische Betrachtung eines unwissenschaftlichen und inflationären Umgangs mit entsprechenden Begrifflichkeiten ist, so berechtigt ist auch die öffentliche Aufklärung bezüglich der Möglichkeiten zur Prävention von Störungen der psychischen Gesundheit. Dies auch aufgrund der Kosten für das Gesundheitssystem, zuallererst jedoch aufgrund der individuellen Beeinträchtigung und dem persönlichen Leid, das mit arbeitsbedingten psychischen Symptomen einhergeht. 

 

Was Sie als Arbeitnehmer tun können, um am Arbeitsplatz seelisch gesund zu bleiben, erfahren Sie bei Interesse am Samstag, den 26. November 2011 im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. In Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit wird hier die Veranstaltung „Macht Arbeit krank? – Psychische Belastungen am Arbeitsplatz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ angeboten. Die Teilnahme ist kostenlos und bietet Laien die Möglichkeit, in direkten Austausch mit Experten für seelische Gesundheit zu treten.

Den Flyer zur Veranstaltung mit näheren Angaben finden Sie hier

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